Ultrakurzpulsbearbeitung

 

Grundlagen

Ultrakurz gepulste (UKP)-Laserstrahlung mit Pulsdauern kleiner als circa 10 Picosekunden wird zunehmend für die Materialbearbeitung eingesetzt. Die Besonderheit der Materialbearbeitung mit UKP-Laserstrahlung liegt in der kurzen Wechselwirkungszeit der Laserstrahlung mit dem Werkstück. Bedingt durch diese Wechselwirkungszeit lassen sich im Festkörper extreme thermodynamische Ungleichgewichte erzeugen, die dann zu einzigartigen Abtrags- oder Formationsmechanismen führen. So können beispielsweise Metalle, Halbleiter, Dielektrika oder Verbundstoffe unter minimalem Wärmeeintrag hochpräzise abgetragen oder Formationsprozesse von Mikro- bzw. Nanostrukturen angeregt werden. Der Einsatz von UKP-Laserstrahlung als Lichtquelle für optische Mikroskopie ermöglicht eine zeitlich hochaufgelösten Prozessdiagnostik. Mit der so genannten Pump-Probe-Technik lassen sich Prozessabläufe und Formationsdynamiken mit einer Zeitauflösung von 100 Femtosekunden beobachten.

 

Themenschwerpunkte

Oberflächenstrukturen auf einer Metalloberfläche hergestellt mit ultrakurz gepulster Laserstrahlung Lehrstuhl für Lasertechnik LLT Oberflächenstrukturen auf einer Metalloberfläche hergestellt mit ultrakurz gepulster Laserstrahlung

In enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Lasertechnik ILT konzentriert sich der Lehrstuhl für Lasertechnik LLT auf Fragestellungen im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung. Dabei werden sowohl Abtrags- und Formationsdynamiken untersucht als auch neuartige Prozesse der Materialbearbeitung mit UKP-Laserstrahlung entwickelt. Die Themenschwerpunkte dabei sind:

High-Power UKP-Materialbearbeitung

Mikro- und Nanostrukturierung

Zeitaufgelöste Prozessdiagnostik

 

Links

LLT-Logo in Dünnglas durch Bearbeitung mit ultrakurzen Laserpulsen Lehrstuhl für Lasertechnik LLT LLT-Logo in Dünnglas durch Abtragen und Schneiden mittels ultrakurz gepulster Laserstrahlung

Ultrakurzpulsbearbeitung am Fraunhofer ILT

Website Fraunhofer ILT